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Internationale Bauausstellung (IBA) 2027 StadtRegion Stuttgart

Winnenden ist Teil des IBA’27-Netzes der Internationalen Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart

Das IBA’27-Netz Vorhaben der Großen Kreisstadt Winnenden ist zur Aufnahme in das IBA’27-Netz vorgesehen.

100 Jahre nach Errichtung der Stuttgarter Weißenhofsiedlung soll die Internationale Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart international sichtbare Zeichen für das Bauen, Leben und Arbeiten im Zeitalter von Digitalisierung, Globalisierung und Klimawandel setzen. Anspruch der IBA 2027 ist es, im Präsentationsjahr 2027 Lösungsansätze für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu zeigen.

Mit der Perspektive, Teil der IBA’27 zu werden, diskutierten Städte in der ganzen Region ihre Planungen und hinterfragten sie auf ihre Zukunftsfähigkeit. Die Große Kreisstadt Winnenden hat am 23. Mai 2019 bei der Internationalen Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart GmbH ihre IBA’27-Netz Vorschläge eingereicht.

Die Liste aller derzeit für das IBA’27-Netz vorgesehenen Vorhaben wird regelmäßig fortgeführt. Die Große Kreisstadt Winnenden ist mir ihrem IBA’27-Vorhaben gelistet.

IBA’27-Quartier Winnenden

Das IBA’27-Netz Vorhaben der Großen Kreisstadt Winnenden "IBA’27-Quartier Winnenden – Die produktive Stadt, ein Hub in der Region" ist zur Aufnahme in das IBA’27-Netz vorgesehen. Teil des IBA’27-Netzes werden Projekte und Bauten aus der Stadtregion Stuttgart, die neue Strategien und Konzepte erproben. Im Ausstellungsjahr 2027 werden diese anhand ausgewählter international relevanter Beispiele exemplarisch erlebbar.

Mehrere "IBA’27-Quartiere" sollen als besonders anspruchsvolle großflächige Stadtentwicklungsprojekte Ankerpunkte des Ausstellungsjahres 2027 werden. Winnenden hat mit dem S-Bahn- und Regionalbahnhalt das Potential einer der "Hubs" innerhalb der Region Stuttgart zu werden. Im direkten Umfeld zum Bahnhof befinden sich Potentialflächen für neue gemischte Quartiere mit einer guten Anbindung an den schienengebundenen öffentlichen Nahverkehr. Dieser neue "Hub" vereint mehrere Nachhaltigkeitsstrategien, die die vorhandenen Potentiale weiterentwickeln. Darunter fallen innovative Mobilitätkonzepte, der weitgehende Verzicht auf das eigene Auto, neue Bautypologien, die Wohnen und Arbeiten sowie "klassisches" Gewerbe miteinander auch baulich verbinden sowie neue Wohnformen.

Verschiedene Potentialflächen bieten sich in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof an. Das "IBA-Suchgebiet", das die Möglichkeit bietet Leutenbach, Winnenden und Schwaikheim zu verbinden, die "Verknüpfungsräume" zwischen diesem Gebiet und dem Bahnhof, das Bahnhofsareal sowie angrenzende Straßenräume, die eingebunden werden können. Diese Räume sollen integriert betrachtet, untereinander, mit dem Bahnhof sowie der Innenstadt verknüpft werden.

Integrierte Quartiere | Verknüpfung Landesgartenschau

Über die Integration innerhalb des Quartiers hinaus soll das neue Quartier in das Konzept der interkommunalen Landesgartenschau 2032 Winnenden - Schwaikheim integriert werden. Die in der Landesgartenschau entstehenden neuen Grünräume bilden zugleich die grüne Infrastruktur und das Rückgrat für das Baugebiet.

Grünräume und soziale Infrastruktur sollen vor der Bebauung entstehen und schaffen damit eine Identität und einen Anziehungspunkt im neuen Baugebiet. Die "grüne" Leiter bildet das Rückgrat von Winnendens Stadtstruktur und verbindet die beiden Bachläufe Zipfelbach und Buchenbach miteinander. Sie bildet gleichzeitig ein Gliederungs- und Verknüpfungselement für das neue IBA-Quartier.

Die Kombination des IBA-Quartiers mir der Landesgartenschau ermöglicht eine städtebauliche Aufwertung und Verknüpfung der drei Orte Winnenden, Schwaikheim und Leutenbach. Bestehende Defizite sind unter anderem fehlende Grünverbindungen, keine Erlebbarkeit der verbindenden Gewässer, Freiflächen, die als Parkierungsflächen verwendet werden oder auch eine fehlende Erkennbarkeit der Stadteingänge. Die Durchlässigkeit der Barrieren wie z. B. der Bahngleise soll verbessert werden. Die Kulturlandschaft soll aufgewertet, in die Gesamtstruktur integriert und durch Freizeit- und Spielangebote ergänzt werden.

Der Zugang zur Landesgartenschau soll eng mit dem "Hub" am Bahnhof vernetzt werden und damit auch die Besucherströme über den schienengebundenen Nahverkehr abwickeln.

Abbildung: Städtebauliche Entwicklungspotentiale.
Städtebauliche Entwicklungspotentiale. Abbildung: Kienleplan GmbH, Leinfelden-Echterdingen.

Bahnhof als Drehscheibe

Im direkten Bahnhofsumfeld wird eine Verdichtung an Nutzungen und Flächen angestrebt, die mit verschiedenen intermodularen Mobilitätsangeboten verknüpft werden. Der Bahnhof ist dabei Drehscheibe, Eingang zur Landesgartenschau und Ausgangspunkt der Quartiersentwicklung.

Eine Überbauung des bestehenden Parkdecks an der Karl-Krämer-Straße sieht ein gemischt genutztes Hybridgebäude vor. Auf mehreren Parkebenen, die eine Mobilitätsstation mit multimodalen Angeboten integriert, entstehen gewerbliche Nutzungen und Wohnungen. Der zu den Bahngleisen geschlossene Gebäudekomplex öffnet sich nach innen zu den sogenannten "hängenden Gärten".

Ein Wohn- und Büroturm schließt das Gebäude nach Süden hin ab und fasst den neu entstehenden Platz am Wasser auf der heute verkehrsdominierten Hufeisenkreuzung unter der Bahnbrücke.

Platz an der Hufeisenkreuzung

Die vorgesehene Bebauung beidseitig der Bahngleise durch den Gebäudekomplex auf der Südseite und die Landschaftsgestaltung des "Böschungsparks" auf der Nordseite vermindert die Barrierewirkung der Bahngleise. Die unter der Eisenbahnbrücke durchgezogene neue Platzfläche verstärkt die Verbindung. Der Zugang zum Zipfelbach wird hier inszeniert. Gleichzeitig entsteht durch den Platz und den neuen Turm ein Entrée zur Landesgartenschau und dem neuen IBA-Quartier. Der Turm kann während der Ausstellung als Aussichtsturm genutzt werden.

Abbildung: Eingangsplatz mit neuem Turm als Landmarke.
Eingangsplatz mit neuem Turm als Landmarke. Abbildung: ISA Internationales Stadtbauatelier, Stuttgart.

Inszenierung der Bahnböschung

Als Element der Landesgartenschau wird die Bahnböschung landschaftsplanerisch neu gestaltet und schafft eine angenehme Verbindung zwischen dem Eingangsbereich der Landesgartenschau und dem Bahnhof.

Ein Infopavillon am Ende des Böschungsparks empfängt die Besucher der internationalen Bauausstellung und der Landesgartenschau.

Abbildung: Böschungspark mit einem Infopavillion für Besucher.
Böschungspark mit einem Infopavillion für Besucher. Abbildung: ISA Internationales Stadtbauatelier, Stuttgart.

IBA-Quartier Winnenden

Die heute unbebauten Flächen zwischen der Marbacher Straße und der Schwaikheimer Straße sind für eine Bebauung mit gemischt genutzten Hybridgebäuden (Gewerbe und Wohnen) vorgesehen. Sondernutzungen werden als Solitär in den Grünfingern platziert.

Die Gliederung der einzelnen Nachbarschaften wird durch die "Sprossen" der "grünen Leiter" gewährleistet, die Zipfelbach und Buchenbach miteinander verbinden.

Abbildung: Visualisierung einer möglichen Bebauung für ein IBA-Quartier Winnenden.
Visualisierung einer möglichen Bebauung für ein IBA-Quartier Winnenden. Abbildung: ISA Internationales Stadtbauatelier, Stuttgart.
Abbildung: IBA-Quartier Winnenden und Neuordnung des Bahnhofsumfelds.
IBA-Quartier Winnenden und Neuordnung des Bahnhofsumfelds. Abbildung: ISA Internationales Stadtbauatelier, Stuttgart.

"Grün-blaue Mitte" als Herzstück des Quartiers

An die "Grün-blaue Mitte" sind die Sonderbausteine wie Handwerkerhof, Gemeinschaftswerkstatt, Ateliers, Coworking sowie soziale Einrichtungen angegliedert. Die große Wasserfläche übernimmt die Reinigung und Retention des Regenwassers und lädt zum Verweilen ein.

Die zentrale Mittelachse als direkte Verbindung zum Bahnhof wird vom motorisierten Individualverkehr freigehalten. Stattdessen sollen neue, experimentelle Mobilitätsangebote entwickelt werden, beispielsweise autonom fahrende Shuttlebusse.

Abbildung: Die "grün-blaue Mitte" ist das Herzstück des IBA-Quartiers.
Die "grün-blaue Mitte" ist das Herzstück des IBA-Quartiers. Abbildung: ISA Internationales Stadtbauatelier, Stuttgart.

Hybridgebäude (Wohnen und Gewerbe)

Die Entwicklung besonderer Hybridgebäude, die Wohnen und Gewerbe sowie weitere Funktionen wie Gemeinschaftsräume verbindet, stellt eine besondere Herausforderung des IBA-Quartiers dar. Hierbei soll auch Gewerbe integriert werden, welches sich normalerweise in klassischen Gewerbegebieten ansiedelt. Neue strategische sowie bauliche Konzepte sind gefragt.

Broschüre für das IBA’27-Netz Vorhaben der Großen Kreisstadt Winnenden

In der Broschüre "Region ist Stadt und Stadt ist Region - Winnenden, ein produktiver Hub innerhalb der Region" stellen wir Ihnen das IBA’27-Netz Vorhaben der Großen Kreisstadt Winnenden ausführlich vor.

Start des Dialogs mit der Bürgerschaft

Ein Aspekt ist uns besonders wichtig. Unsere Bürgerschaft sollte von Anfang an mitreden und mitgestalten können. Nur mit einem Konzept, das Identität stiftet und möglichst viele Menschen einbezieht und motiviert, können wir den notwendigen Schulterschluss, der für den Erfolg unserer Landesgartenschau und das neue Winnender Stadtquartier mitentscheidend wäre, schaffen.

Abbildung: Wir gestalten unsere Zukunft

Auf dieser Seite werden wir Sie über den aktuellen Stand regelmäßig informieren. Im Amtsblatt "Blickpunkt" der Großen Kreisstadt Winnenden werden wir kontinuierlich über die interkommunale Landesgartenschau Winnenden - Schwaikheim 2032 und das IBA’27-Vorhaben der Großen Kreisstadt Winnenden berichten.

Treten Sie mit uns in Kontakt

Bei Fragen und Anregungen zur IBA‘27 StadtRegion Stuttgart und zum IBA’27-Vorhaben der Großen Kreisstadt Winnenden schreiben Sie eine E-Mail an das IBA’27 Winnenden-Team. Wir freuen uns über Ihre E-Mail an iba@winnenden.de.

Abbildung: IBA'27 StadtRegion Stuttgart Logo der Stadt Winnenden