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Neues Wohnen und Arbeiten auf dem Gelände der ehemaligen Köhlerfabrik

Visualisierung: rommel, wagenpfeil architekten Partnerschaft mbB, Winnenden

In der Bahnhofsvorstadt in Winnenden entsteht in der Palmer- und Schmidgallstraße ein Gebäudekomplex mit Wohnungen und zwei Gewerbeeinheiten.

Mit dem Abbruch der ehemaligen Köhlerfabrik wurde im Juni 2019 begonnen. Der Gemeinderat hat im Vorfeld die Planung für das Bauvorhaben "Wohnen Alte Köhlerfabrik" der Riker Wohnbau + Immobilien GmbH, intensiv beraten. Der Technische Ausschuss hatte letzte Woche das Einvernehmen erteilt. Aktuell läuft das Baugenehmigungsverfahren.

Die Bauherrin plant in drei differenzierten Gebäuden insgesamt 35 Wohnungen und zwei Gewerbeeinheiten. In einer Tiefgarage, die über die Schmidgallstraße erschlossen wird, sind 36 Stellplätze untergebracht. Oberirdisch sind vier weitere Stellplätze vorgesehen.

Der Innenhof ist, wie im Bebauungsplan für die Bahnhofsvorstadt festgelegt, frei von Gebäuden und durch die zusammenhängende Tiefgarage vollständig erdüberdeckt. Die Fläche über der Tiefgarage wird als grüner Innenhof gärtnerisch angelegt.

Das Gebäude an der Palmerstraße wird vollständig vom Hilfsverein für Psychisch Kranke Rems-Murr e.V. übernommen. Vorgesehen ist im Erdgeschoss eine Praxis für Physiotherapie und die Verwaltung des Hilfsvereins. Die darüber liegenden Wohnungen sind in Form von Wohngemeinschaften für die Bewohner des Vereins vorgesehen und konzipiert. Die Grundrisse wurden in enger Abstimmung mit dem Hilfsverein entwickelt und auf deren Anforderungen angepasst. Mit den gewerblichen Flächen kommt die Bauherrin der gewünschten gemischten Struktur der Bahnhofsvorstadt nach.

Mit der städtebaulichen Neuordnung kann durch die vorgesehene typische "Langhausbauweise" der historische, bekannte Stadtgrundriss der Bahnhofsvorstadt wieder aufgenommen werden. Die bei der alten Köhlerfabrik markante Ecksituation an der Palmerstraße und Schmidgallstraße, mit der Ost-West orientierten Fuge zwischen den beiden Gebäuden, wurden bei der Neubebauung wieder aufgenommen.

Die beiden Gebäude an der Palmerstraße und Schmidgallstraße, die zwei "Langhäuser", entwickeln sich durch ihre schlanken Giebelformate proportional ausgewogen. Dies ist vor allem am Kopfbau des geplanten Gebäudes an der Ecke Palmerstraße und Schmidgallstraße ablesbar. Die Dachflächen beginnen erst nach einem gewissen Rücksprung, dies war bereits bei der alten Köhlerfabrik mit dem Schleppdach vorhanden, und lassen so eine angenehme Straßenraumproportionen entstehen.

Die vorgesehene Fassade hat formal stehende, historische Fensterformate, die in drei verschiedenen Varianten weiterentwickelt wurden. Ebenso wurde die geschossweise horizontale Bänderung als Gestaltungsprinzip der ehemaligen Köhlerfabrik übernommen und modern interpretiert. Ein Teil der Fassadenflächen ist mit einem an den historischen Ziegeln orientierten Klinkerstein belegt.

Aus städtebaulicher Sicht kann mit der Bebauung der zusammenhängenden Fläche der ehemaligen Köhlerfabrik eine gelungene Neuordnung in der Bahnhofsvorstadt entstehen.