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Landesamateurtheaterpreis Baden-Württemberg 2019 verliehen

Der Staatspreis geht an Ensembles aus Bad Mergentheim, Denkendorf, Emerkingen, Häg-Ehrsberg, Karlsruhe, Reutlingen und Stuttgart

Am 3. November 2019 fand in Winnenden in der Hermann-Schwab-Halle die Preisverleihung des Landesamatheurtheaterpreises Baden-Württemberg statt. Anlass sind die Heimattage, die die Stadt Winnenden in diesem Jahr ausrichtet.

"Dass wir das Festival zum bundesweit einzigen Staatspreis für Amateur-Theater jetzt in Winnenden haben, krönt unser Heimattage-Jahr 2019," Freut sich Hartmut Holzwarth Oberbürgermeister der Stadt Winnenden. Er ließ es sich deshalb auch nicht nehmen, sämtliche Theateraufführungen von Lamathea zu besuchen. 
Bei der Verleihung des Landesamateurtheaterpreis 2019 hat Staatssekretärin Petra Olschowski Ensembles aus Bad Mergentheim, Denkendorf, Emerkingen, Häg-Ehrsberg, Karlsruhe, Reutlingen und Stuttgart geehrt. „Der Landesamateurtheaterpreis würdigt das große Engagement der unzähligen Darstellerinnen und Darsteller, die als Amateure neben ihrem eigentlichen Beruf auf der Bühne stehen. Gleichzeitig soll dieser Preis auch ein Anreiz sein für die Amateurtheaterszene im Land, weiterhin mit Engagement und Freude auf hohem Qualitätsniveau die kulturelle Vielfalt in unserem Land zu prägen“, sagte Staatssekretärin Petra Olschowski am Sonntag, in Winnenden.
 
Der Preis präsentiere nicht nur den Querschnitt der Amateurtheaterlandschaft der breiten Öffentlichkeit, sondern zeige auch, dass die zahlreichen Gruppen einen festen Platz in der Kulturlandschaft Baden-Württembergs einnehmen und in ihrer Vielfältigkeit und Qualität so ausgeprägt seien, wie in kaum einem anderen Bundesland, so Olschowski weiter.

Preisverleihung in sechs Theaterkategorien

Mit einer großen Publikumsbeteiligung fand die Preisverleihungs-Matinee in der Hermann-Schwab-Halle in Winnenden statt. Den ausgezeichneten Preisträgergruppen aus sechs Theaterkategorien wurde ein Preisgeld von je 2000 Euro und eine Trophäe überreicht. Der undotierte diesjährige Sonderpreis ging für ihre außerordentlichen Verdienste im Bereich Theater an Gertrude Heck, die seit 77 Jahren im Bereich Amateurtheater aktiv ist und in über 4000 Rollen beteiligt war, an zahlreichen Inszenierungen mitgewirkt hat und seit Jahrzehnten das Amateurtheater aktiv geprägt und unterstützt hat.

Bundesweit einziger Staatspreis

Der Landesamateurtheaterpreis Baden-Württemberg,kurz: Lamathea, der vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Zusammenarbeit mit dem Landesverband Amateurtheater verliehen wird, ist bundesweit der einzige Staatspreis für Amateurtheater und bürgerschaftliches Engagement. Er zeichnet sechs herausragende Inszenierungen aus den Kategorien Innenraumtheater, Freilicht-, Mundart-, Kinder- und Jugendtheater, Theater mit soziokulturellem Hintergrund, sowie Puppen- und Figurentheater aus. Mit einem Sonderpreis für das Lebenswerk und Bürgerschaftliche Engagement wird außerdem eine herausragende Persönlichkeit aus Baden-Württemberg geehrt, die sich mit ihrem Wirken in überragendem Masse der Unterstützung, Verbreitung und Vernetzung und Förderung des Amateurtheaters verdient gemacht hat.

LAMATHEA 2019:

PREISTRÄGER UND NOMINIERTE

Kategorie Innenraumtheater

Preisträger:
„Sushi Girls“; KKT Ensemble – Kulturkabinett e.V. (KKT);
Regie: Rob Doornbos

Nominiert:
• „Mutters Courage; Die Kulissenschieber - Theater an der Halle,
Ostfildern-Nellingen; Regie: Tobias Metz
• „Die Dreigroschenoper“, Die Dreigroschenoper; Triater Karlsruhe;
Regie: Zacharias Heck

Kategorie Theater mit Kindern und Jugendlichen (24 Bewerbungen):

Preisträger:
„Wo die Liebe hinfällt“; Jungblutdramatiker Denkendorf; Regie: Julia Miller-Lissner

Nominiert:
• „Anne Frank - In Sicherheit gefangen“; Junges Theater der Waldbühne Sigmaringendorf e. V.; Regie Nadja Kiesewetter
• „An der Arche um Acht“; Junge Bühne Jagstzell - Kulturgestalten e.V.;
Regie: Hariolf Baumann

Kategorie Freilichttheater (41 Bewerbungen):

Preisträger:
„James Blond - ein Agent ist nicht genug“, Theater in den Bergen e.V.;
Regie: Arnd Heuwinkel

Nominiert:
• „La Cage aux Folles. Ein Käfig voller Narren“; Naturtheater Reutlingen e.V.;
Regie: Susanne Heydenreich
• „A Stück vom Jungsein und drüber naus“; Waldbühne Zussdorf e.V.;
Regie: Thomas Beck

Kategorie Mundarttheater (18 Bewerbungen):

Preisträger:
„Der Tod im Birnbaum“; Theater Emerkingen; Regie: Roland Röller

Nominiert:
• „Auf Anfang“; Projekttheater XXL im TudD; Theater unter der Dauseck Oberiexingen; Regie: Walter Menzlaw
• „Ohne Moos nix los“; Alemannische Bühne Freiburg e.V.; Regie: David Köhne

Kategorie Theater mit soziokulturellem Hintergrund (12 Bewerbungen):

Preisträger:
„Odyssee des Lebens“; Jugendtheater der Studiobühne Bad Mergentheim;
Regie: Florian Brand

Nominiert:
• „Der blaue Vogel – nach Christian Andersen“; Theater HandStand Freiburg;
   Regie: Johanna Thoma
• Kissenschlacht und die Stille der Nacht“, Labyrinth Ensemble Stuttgart

Kategorie Puppen- und Figurentheater (8 Bewerbungen):

Preisträger:
„Männerträume in Orange“ von und mit dem Masken-Duo MAPH aus Karlsruhe

Nominiert:
• „Kasper und die gestohlene Kuckucksuhr“; Freiburger Puppenbühne;
   Regie: Dr. Johannes Minuth
• „Die Rote Herberge“; Marionettenbühne Mottenkäfig e.V. Pforzheim e.V.;
   Regie: Carsten Dittrich

Kategorie Bürgerschaftliches Engagement (27 Vorschläge):

Preisträgerin: Getrud (Trude) Heck, Naturtheater Reutlingen e.V.

Der Sonderpreis Lebenswerk / Bürgerschaftliches Engagement möchte dem Ehrenamt in Baden-Württemberg ein Zeichen setzen. Dabei sollen herausragende Persönlichkeit ausgezeichnet werden, die ihr Lebenswerk und Wirken in den Geist des Amateurtheaters gewidmet haben. Gertrud (Trude) Heck ist seit 77 Jahren ehrenamtlich eine führende Kraft und wichtige Säule des Naturtheater Reutlingen e.V. Als Leiterin der Schneiderei des Naturtheaters hat sie über 4000 Rollen ausgestattet, als Spielerin in zahlreichen Stücken mitgewirkt und durch ihre Persönlichkeit und Kommunikationskompetenz in schwierigen Zeiten zum Überleben des Naturtheater Reutlingen Theater maßgeblich beigetragen.