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Heimattage-Sponsoren im Interview: Tobias Maurer, Geschäftsführer der Bäckerei Maurer GmbH

Tobias Maurer, Geschäftsführer der Bäckerei Maurer GmbH, am Haselstein, seinem Lieblingsplatz in Winnenden. Foto: Bäckerei Maurer GmbH

In der Serie „Heimattage-Sponsoren im Interview“ stellt die Blickpunkt-Redaktion über das Jahr verteilt die Premiumsponsoren, Hauptsponsoren und Sponsoren der Heimattage vor.

1) Warum ist der Haselstein Ihr Lieblingsort in Winnenden?
Wenn ich nur einen Platz nennen darf, nehme ich den Haselstein. Ich genieße von dort oben die fantastische Aussicht über Winnenden. Und die gute Luft über den Weinbergen tut einfach gut.

2) Ihre Firma ist seit über 80 Jahren in Winnenden beheimatet. Was bedeutet der Begriff Heimat für Sie?
"Zuhause ist dort, wo das Herz ist", sagt man in England. Mein Herz fühlt sich unglaublich wohl in Winnenden. Trotzdem ist Heimat nicht an einen bestimmten Ort gebunden. Auf der ganzen Welt ist „Heimat“. Und wenn wir von überall etwas mitnehmen, wird die eigene Heimat noch lebenswerter.

3) Heimat verbinden Menschen mit ganz Unterschiedlichem zum Beispiel einem bestimmten Geruch oder einen bestimmten Geschmack. Gibt es vielleicht einen Geschmack oder ein bestimmtes Gebäck, das Sie mit Heimat verbinden?
Bei dieser Frage muss ich lächeln: Brot! Doch welche Antwort soll ein Bäckermeister schon auf diese Frage geben? Deshalb zitiere ich Jaroslav Seifert, Schriftsteller und Nobelpreisträger. Er sagte: „Der Geruch des Brotes ist der Duft aller Düfte. Er ist der Urduft unseres irdischen Lebens, der Duft der Harmonie, des Friedens und der Heimat!“
Für mich untrennbar mit „Heimat“ verbunden ist eine dicke Scheibe Älbler Steinofenbrot mit frischer Butter und einer Prise Quellsalz aus Rio Major.

4) In dieser Woche findet im Rahmen der Heimattage die Heimatwoche „get together“ statt. Ihr Unternehmen gehörte zu den ersten im Landkreis, das Flüchtlinge beschäftigte. Hat sich dadurch Ihre Wertschätzung für Ihre Heimat verändert?
„Jedes Herz ist traurig, wenn es seine Heimat verlassen muss“. Und wir können uns hier gar nicht mehr vorstellen wie schlimm es ist, wenn man flüchten muss. Aus Angst um sein Leben und das seiner Kinder. Ich bin stolz darauf, dass wir beim Bäcker Maurer die Möglichkeit geschaffen haben, diese Menschen zu unterstützen. Und dass sie mit dieser Unterstützung und Ihrer eigener Hände Arbeit hier bei uns ein neues Leben aufbauen und eine sichere Heimat haben können.

5) Welche Veranstaltungen der Heimattage haben Sie sich besonders dick im Kalender eingetragen?
Auf jeden Fall alle, bei denen meine beiden Kinder mit Ihren Instrumenten aktiv teilnehmen. Beim Baden-Württemberg-Tag und den Landesfesttagen werden wir auch dabei sein. „Wir“ übrigens, weil Heimat neben einem „zufriedenen“ Herzen besonders eines ist: Familie!

Kurzportrait Bäcker Maurer
In unserer Backstube in der Winnender Linsenhalde formen wir jedes Brot von Hand. Und jede Brezel wird noch von Hand geschlungen. Ganz wie es sich für einen ordentlichen Handwerksbetrieb gehört. Dazu arbeiten wir mit gut ausgereiften Vor- und Sauerteigen. Genau wie mein Opa Gottlob vor 88 Jahren. Und mit unserem Landkorn-Konzept halten wir über 800.000 qm Ackerfläche im Rems-Murr-Kreis frei von Spritzmitteln und Gentechnik.