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Digitalisierung

Entwicklung einer Digitalisierungsstrategie für die Stadt Winnenden

Franz-Reinhard Habbel, einer der Vordenker der Digitalisierung in Deutschland, übergibt Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth in der Sitzung des Gemeinderats am 19. Februar 2019 die Digitalisierungsstrategie der Stadt Winnenden - passend zum Thema in digitaler Form.Foto: Stadt Winnenden

Um die Chancen der Digitalisierung, die sich zunehmend zu einem wesentlichen Standortfaktor entwickelt, zu nutzen, hat der Gemeinderat Ende 2017 beschlossen, für die Stadt Winnenden eine Digitalisierungsstrategie zu erstellen.Mit diesem Projekt hat sich die Stadt Winnenden auch am Wettbewerb "Digitale Zukunftskommune@bw" des Landes Baden-Württemberg beteiligt.Für die Bewerbung wurde mit Unterstützung der GT-Service GmbH des Gemeindetags Baden­ Württemberg ein Konzept zur Erstellung einer Digitalisierungsstrategie für die Stadt Winnenden mit dem Titel "Miteinander.verbunden" erarbeitet.Mit dem Titel soll verdeutlicht werden, dass die Digitalisierung ein großes Potenzial für viele Lebensbereiche bietet und die entsprechenden Möglichkeiten unter Beteiligung und im Dialog mit der Bürgerschaft und weiteren Akteuren wie z. B. aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Gesundheits- und Bildungswesen ermittelt und priorisiert werden sollen.

Ziel der Digitalisierungsstrategie ist es, die bereits bisher umgesetzten und geplanten Projekte mit neuen Ideen in ein Gesamtkonzept zu bringen, um die Zukunftsaufgabe der Digitalisierung systematisch anzugehen und die Stadt Winnenden bis 2025 entsprechend weiterzuentwickeln.Für diese Maßnahme hat die Stadt Winnenden am 3. Mai 2018 eine Förderzusage des Ministeriums für Inneres, Digitales und Migration Baden-Württemberg in Höhe von 40.000 € erhalten.Zunächst wurde mit Unterstützung der GT-Service GmbH der IST-Zustand der Digitalisierung in Abstimmung mit der Stadtverwaltung erhoben.

Weiterhin wurde vom 26.7. bis 3.9.2018 eine Online-Beteiligung zu den gewünschten Bereichen und Prioritäten der Digitalisierung durchgeführt. Hier wurde abgefragt, in welchen Bereichen die größten Potenziale durch eine Digitalisierung gesehen werden. Diese Umfrage haben 160 Personen aufgerufen, daran beteiligt haben sich 127 Personen, wobei sich jedoch nur 87 Teilnehmer alle Fragen angesehen und ggf. beantwortet haben. Trotzdem konnte durch die Umfrage ein gutes Meinungsbild mit vielen interessanten Vorschlägen gewonnen werden. Diese werden in die Entwicklung der Digitalisierungsstrategie mit einfließen. Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern sehr herzlich!

Die Ergebnisse der Online-Beteiligung wurden in einer „Zukunftskonferenz“ am 12. September vorgestellt. Weiterhin beschäftigten sich in dieser öffentlichen Veranstaltung rund 60 interessierte Teilnehmer mit der Frage, wie die Digitalisierung in verschiedenen Lebensbereichen positiv gestaltet werden kann. Hierzu gab es sechs Arbeitsgruppen zu folgenden Themen:

  • Bildung, Betreuung, Kultur & Sport
  • Infrastruktur
  • Politik und Verwaltung
  • Bauen, Technik, Umwelt & Mobilität
  • Einkaufen, Wirtschaft, Handel, Freizeit & Tourismus
  • Soziales, Gesundheit und behinderte Menschen

Im Rahmen der anschließenden Diskussion über die Ergebnisse konnten die Teilnehmer auch mittels eines Onlinetools die für sie wichtigsten Bereiche bestimmen.

In der Zusammenfassung der Ergebnisse aus der Zukunftskonferenz und der Online-Beteiligung ergaben sich folgende drei Lebensbereiche als Schwerpunkte:

  • Verwaltung & Politik
  • Bildung & Betreuung sowie
  • Infrastruktur

Der Gemeinderat wurde in der Sitzung am 11.12.2018 über diesen Zwischenstand informiert. Dabei hat er auch zugestimmt, dass sich die weitere Entwicklung der Digitalisierungsstrategie auf diese drei ermittelten Lebensbereiche konzentrieren soll.

Zuletzt erfolgte am 16. Januar 2019 nochmals eine Bürgerbeteiligung in Form eines Workshops. In dieser wieder zusammen mit der Gt-service GmbH durchgeführten Veranstaltung wurden von rund 50 Teilnehmern Ideen und Vorschläge für konkrete Maßnahmen und Ziele für eine Digitalisierung in den genannten drei Lebensbereichen gesammelt. Die entsprechenden Ergebnisse wurden unter Einbeziehung der Vorschläge des Jugendgemeinderats anschließend von der Gt-service GmbH in einem Entwurf für die Digitalisierungsstrategie zusammengefasst und in Abstimmung mit der Stadtverwaltung zu der am 19. Februar 2019 einstimmig vom Gemeinderat beschlossenen Digitalisierungsstrategie weiterentwickelt. Auch nach dem Beschluss der Digitalisierungsstrategie soll eine regelmäßige Evaluation und Dokumentation des Stands der Digitalisierung in den einzelnen Bereichen und damit eine Fortschreibung erfolgen.

Teil der Digitalisierungsstrategie ist auch ein virtuelles Stadtmuseum. Im Heimattage-Jahr 2019 wird unter anderem die Stadtgeschichte im Fokus stehen, welche in einer multimedialen Darstellung wie z. B. mit virtuellen Stadtrundgängen erlebbar gemacht werden könnte. Denkbar ist auch, Besucher direkt vor Ort mittels GPS über historische Gebäude und Plätze zu informieren. Das Stadtarchiv wird zusammen mit einem ehrenamtlichen Team ein Konzept für ein virtuelles Stadtmuseum erstellen.

Weitere Informationen:

Über die Sitzungen des Gemeinderats und die dort zur Beratung anstehenden Themen können Sie sich auf der städtischen Internetseite im Bürgerinfoportal informieren.

Bei Fragen oder Anregungen wenden Sie sich bitte an Herrn Stagel, E-Mail franz.stagel@winnenden.de, Tel. 07195-13106, oder an Frau Riedl, E-Mail christina.riedl@winnenden.de, Tel. 07195-13100.
 
Stand: 15.2.2019

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