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Verleihung Ehrenbürgerwürde:

Ute und Dr. Siegfried Steiger für Lebenswerk geehrt

Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth (links) verlieh Ute und Dr. Siegfried Steiger die Ehrenbürgerwürde der Stadt Winnenden.
Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth (links) verlieh Ute und Dr. Siegfried Steiger die Ehrenbürgerwürde der Stadt Winnenden.

Der tragische Unfalltod ihres Sohns Björn war die Motivation von Ute und Dr. Siegfried Steiger die Björn-Steiger-Stiftung zu gründen. Mit der Stiftung revolutionierten sie das Rettungswesen in Deutschland und weltweit. Anlässlich der Eisernen Hochzeit des Ehepaars verlieh Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth den beiden die Ehrenbürgerwürde der Stadt Winnenden.

„‘In guten wie in schlechten Zeiten‘, haben Sie sich damals vor dem Traualtar versprochen und dieses Versprechen bis zum heutigen Tage eingehalten. Dass Sie in Ihrem Leben nicht nur gute Zeiten hatten, ist heute über die Grenzen Winnendens hinaus, in Deutschland und sogar weltweit bekannt“, sagte Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth bei seiner Laudatio an das Ehepaar Steiger im großen Sitzungssaal des Rathauses. Die schwierigste Zeit erlebten Ute und Siegfried Steiger im Jahr 1969, als ihr neunjähriger Sohn Björn bei einem tragischen Verkehrsunfall ums Leben kam. Dass der Rettungswagen erst eine Stunde später am Unfallort ankam, war die Motivation für das Ehepaar die Björn-Steiger-Stiftung zu gründen. Tatsächlich gelang es ihnen mit der Stiftung das Rettungswesen in Deutschland zu revolutionieren und weltweit als Vorbild zu dienen.

Eiserne Hochzeit

Circa 90 Freunde, Familienmitglieder und Bekannte von Ute und Siegfried Steiger waren zur Verleihung der Ehrenbürgerwürde in den großen Sitzungssaal des Rathauses gekommen. Das Ehepaar selbst wurde erst zwei Stunden vorher von ihrem Sohn Pierre-Enric Steiger darüber informiert, dass sie heute die höchste städtische Auszeichnung bekommen würden. Die beiden waren davon ausgegangen, dass Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth ihnen zur Eisernen Hochzeit gratulieren würde. Auf den Tag genau, vor 65 Jahren hatten sich Ute und Siegfried Steiger das Jawort im Standesamt in Stuttgart geben. Oberbürgermeister Holzwarth gratuliert den Jubilaren auch: „Vor 65 Jahren haben Sie sich dazu entschieden, einen gemeinsamen Lebensweg einzuschlagen und den Bund der Ehe vor dem Standesbeamten geschlossen. So lange Zeit verheiratet zu sein, ist heutzutage eine echte Besonderheit.“

Lebenswerk „Björn-Steiger-Stiftung“

„Ihr Lebenswerk ist selbstverständlich die Björn-Steiger-Stiftung, für das Sie zahlreich ausgezeichnet worden sind. Heute kann man sagen, dass Sie mit dieser Stiftung die Geschichte der deutschen Notfallhilfe wesentlich mitgeschrieben haben“, so Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth. Er ging während seiner Rede auf die aktuellen Projekte der Björn-Steiger-Stiftung ein. Dazu gehören der Baby-Notarztwagen „Felix“, die Initiative „100.000 Leben retten“ und der Auf- und Ausbau des Rettungswesens in China und Sri Lanka. Der Gemeinderat hatte sich am Abend zuvor in einer nichtöffentlichen Sitzung einstimmig dafür ausgesprochen Ute und Dr. Siegfried Steiger die Ehrenbürgerwürde zu verleihen. Oberbürgermeister Holzwarth überreichte den beiden die Urkunde, sowie einen Blumenstrauß und ein Weinpräsent mit den Worten: „Wir, die Stadt Winnenden, unser Gemeinderat, unsere Stadtverwaltung, und auch ich persönlich, sind sehr stolz, dass die Björn-Steiger-Stiftung Winnenden ihre Heimat nennen kann“. Karl-Heinrich Lebherz, früherer Oberbürgermeister, Ehrenbürger und guter Freund der Familie richtete anschließend bewegende Worte an Ute und Siegfried Steiger: „Die Björn-Steiger-Stiftung ist eine einzigartige Erfolgsgeschichte“. Zum Abschluss trat Siegfried Steiger ans Mikrofon: „Ich hatte sehr viel Glück in meinem Leben – vor allem hatte ich Glück mit meiner Frau.“ (er)

Dr. Siegfried Steiger bedankte sich auch im Namen seiner Frau für die Auszeichnung: „Wir haben alles was wir getan haben zusammen gemacht.“
Dr. Siegfried Steiger bedankte sich auch im Namen seiner Frau für die Auszeichnung: „Wir haben alles was wir getan haben zusammen gemacht.“