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Werbeanlagen und Sondernutzungen in der Innenstadt:

Einladung zur Bürgerwerkstatt am Montag, 23. April 2018

Obere Marktstraße mit dem Marktplatz im Hintergrund.
Obere Marktstraße mit dem Marktplatz im Hintergrund.

Örtliche Gewerbetreibende und interessierte Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich am Montag, 23. April 2018, im Rahmen eines Stadtspaziergangs und anschließender Bürgerwerkstatt an der Erarbeitung der Werbeanlagenkonzeption zu beteiligen.

Die Winnender Innenstadt befindet sich, wie auch andere Fußgängerzonen in Deutschland, in einem intensiven Wettbewerb um Kunden, attraktive Fachgeschäfte und Dienstleistungsangebote. Insbesondere durch die Zunahme von modernen Shopping-Centern, welche in vielen Städten verkehrsgünstig am Stadtrand errichtet wurden, aber auch durch die stetig wachsende Bedeutung des Internethandels verschärft sich dieser Wettbewerb. Neben einem ausgewogenen Waren- und Dienstleistungsangebot spielt insbesondere das Stadtbild, also die bauliche und gestalterische "Kulisse", eine entscheidende Rolle, ob eine Innenstadt angesichts der zunehmenden Konkurrenz auch zukünftig attraktiv und wettbewerbsfähig ist.

Kundinnen und Kunden, die die Fußgängerzone dem Einkaufen im Internet oder dem Besuch eines modernen Shopping-Centers vorziehen, schätzen in der Regel die besondere Einkaufsatmosphäre und die Aufenthaltsqualität in einer Innenstadt, die durch attraktive Straßenzüge und Platzgestaltungen einlädt.

Der öffentliche Raum repräsentiert das Bild der Stadt und dessen attraktive Gestaltung ist daher ein gemeinsames Anliegen der Bürgerinnen und Bürger, der örtlichen Gewerbetreibenden sowie der Stadtverwaltung.

Einen wichtigen Einfluss auf die Außenwirkung und Attraktivität eines Straßenzugs oder eines Platzes haben u. a. Werbeanlagen. Um größtmögliche Aufmerksamkeit zu erzeugen, wirken diese häufig an prominenter Stelle im öffentlichen Raum und tragen somit zum Stadtbild bei. Ebenfalls prägen Sondernutzungen im öffentlichen Raum, wie z. B. Kundenstopper oder die Möblierung der Außengastronomie, das
Erscheinungsbild der Innenstadt.

Dies bedeutet aber auch, dass unzureichende Regelungen hinsichtlich der Gestaltung von Werbeanlagen und Sondernutzungen zu einer Überfrachtung und zu störenden Fehlentwicklungen führen können, die das Stadtbild negativ beeinflussen und die Standortqualität mindern.

Um den privaten und öffentlichen Interessen gerecht zu werden, ist ein verbindliches Regelwerk zur konzeptionellen Steuerung von Werbeanlagen und Sondernutzungen erforderlich. Bei der Zulassung von Werbeanlagen und Sondernutzungen sind zukünftig vor allem auch gestalterische und städtebauliche Aspekte zu berücksichtigen.

Städtebauliche Gesamtkonzeption

Der Gemeinderat der Stadt Winnenden hat am 23. November 2017 die Erarbeitung und Vergabe einer Werbeanlagenkonzeption für die Stadt Winnenden beschlossen. Zur Zielerreichung sind drei unterschiedliche Bausteine vorgesehen: Eine Werbeanlagensatzung für die Innenstadt, ein Leitfaden für Sondernutzungen im öffentlichen Raum sowie die räumliche Steuerung von Fremdwerbung im Stadtgebiet.

Werbeanlagensatzung für die Innenstadt

Durch die Satzung können verbindliche und einheitliche Aussagen zu den gestalterischen Anforderungen an Werbeanlagen getroffen werden, wie z. B. zu deren Art, Größe, Farbe und Anbringungsort, sodass diese zukünftig stärker das Erscheinungsbild der Innenstadt berücksichtigen.

Werbeanlagen und Sondernutzungen im öffentlichen Raum.
Werbeanlagen und Sondernutzungen im öffentlichen Raum.

Leitfaden für Sondernutzungen im öffentlichen Raum

Werbeanlagen (z. B. in Form von Kundenstopper) und sonstige Nutzungen (z. B. in Form von Möblierung durch Außengastronomie), die auf öffentlicher Verkehrsfläche aufgestellt sind, stellen gemäß Straßengesetz Sondernutzungen dar. Eine Sondernutzung ist nur nach vorheriger Erlaubnis durch das Amt für öffentliche Ordnung zulässig. Bei der Erteilung der Erlaubnis einer Sondernutzung soll zukünftig ein Gestaltungsleitfaden Anwendung finden, wodurch auch gestalterische Gesichtspunkte berücksichtigt werden.

Räumliche Steuerung von Fremdwerbung im Stadtgebiet

Fremdwerbung soll im Stadtgebiet räumlich gesteuert werden. Städtebaulich sensible Stadteingänge, bedeutende innerörtliche Straßenzüge und Ortsdurchfahrten sind für Fremdwerbung nicht geeignet. Es werden diejenigen Standorte definiert, an welchen Fremdwerbeanlagen hinsichtlich gestalterischen, nutzungs- und lagebezogenen Gesichtspunkten zugelassen werden können und an welchen nicht. Der Ausschluss von Werbeanlagen zur Fremdwerbung dient der Erhöhung der Standortqualität und schafft ein hochwertiges Stadtbild.

Beteiligung der Öffentlichkeit

Das beauftragte Büro Dr. Donato Acocella Stadt- und Regionalentwicklung aus Lörrach hat eine Bestandsaufnahme und -analyse durchgeführt und daraus erste Empfehlungen und Maßnahmen zum Umgang mit Werbeanlagen in Winnenden abgeleitet. Die Zwischenergebnisse werden im Rahmen der öffentlichen Bürgerwerkstatt präsentiert. Der Fokus liegt hierbei insbesondere auf den Werbeanlagen und Sondernutzungen in der Innenstadt. Im Rahmen der Bürgerwerkstatt bietet sich den Gewerbetreibenden und den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, an der Erarbeitung des Werbeanlagenkonzepts mitzuarbeiten.

Um in das Thema einzuführen und die Erforderlichkeit des Konzepts aufzuzeigen, organisiert das Stadtentwicklungsamt im Vorfeld einen offenen geführten Stadtspaziergang vom Kronenplatz über die Marktstraße bis zum Viehmarktplatz, bei dem gemeinsam die Stärken und Schwächen sowie Chancen und Risiken der Innenstadt hinsichtlich der Gestaltung von Werbeanlagen und Sondernutzungen analysiert werden. Anschließend werden die Zwischenergebnisse und Regelungsvorschläge des Büros Dr. Acocella Stadt- und Regionalentwicklung im Sitzungssaal des Rathauses aus fachlicher Perspektive präsentiert. In anschließender Gruppenarbeit werden die Eindrücke des Stadtspaziergangs sowie Verbesserungsvorschläge durch die Teilnehmer gesammelt, aufgearbeitet und präsentiert. Diese Anregungen finden dann Berücksichtigung bei der Ausarbeitung der Werbeanlagenkonzeption.

Die Stadtverwaltung lädt alle örtlichen Gewerbetreibenden und interessierten Bürgerinnen und Bürger ein, sich im Rahmen des Stadtspazierganges und der anschließenden Bürgerwerkstatt an der Erarbeitung der Werbeanlagenkonzeption zu beteiligen.

Wann und Wo?

Montag, 23. April 2018 Beginn Stadtspaziergang19:00 Uhr, Treffpunkt Brunnen Kronenplatz Beginn Bürgerwerkstatt19:30 Uhr, Sitzungssaal Rathaus Veranstaltungsende21:30 Uhr