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Staufermedaille für Dr. Thomas Weinmann

Die Ministerin für Kultus, Jugend und Sport, Dr. Susanne Eisenmann (rechts), verlieh Pfarrer Dr. Thomas Weinmann die Staufermedaille persönlich.

Zum 31. August 2017 war Dr. Thomas Weinmann als langjähriger Vorstand und Hauptgeschäftsführer der Paulinenpflege Winnenden in den Ruhestand getreten. Am Freitag, dem 27. Oktober, gab es für ihn eine feierliche Verabschiedung in der Aula des Berufsbildungswerks. Als Gäste waren Partner und Wegbegleiter der Paulinenpflege, Vertreter von Lanf, Kreis, Stadt, Kostenträger, Geschäftspartner und Banken geladen, selbstverständlich auch persönliche Weggefährten aus 23 Jahren Dienstzeit in der Paulinenpflege.

Für den ausgeschiedenen Vorstand und Hauptgeschäftsführer gab es viel Lob in den Grußworten, dazu gehörten Landrat Dr. Richard Sigel, Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth und Vertreter des Evangelischen Schulwerks. Die Laudatio hielt Oberkirchenrätin Dr. Birgit Sendler-Koschel, die Vorsitzende des Trägervereins der Paulinenpflege. Besonderer Höhepunkt der Veranstaltung war die Verleihung der seltenen Staufermedaille für besondere Verdienste um das Land Baden-Württemberg. Die Ministerin für Kultus, Jugend und Sport, Dr. Susanne Eisenmann, verlieh die Auszeichnung persönlich.

Seit 1994 hat Herr Pfarrer Dr. Thomas Weinmann die Paulinenpflege Winnenden als Vorstand und Hauptgeschäftsführer entscheidend mitgeprägt. In dieser Zeit hat die Paulinenpflege eine Entwicklung erlebt, wie sie in ihrer fast zweihundertjährigen Geschichte kein zweites Mal vorzufinden ist. Die Zahl der Maßnahmeplätze für Menschen mit Unterstützungsbedarf stieg von 1.200 auf fast 4.000, die Mitarbeiterzahl stieg von 600 auf 1.500. „Mein Antrieb war hierbei nicht eine Wachstumsstrategie, sondern die Schaffung und Weiterentwicklung passgenauer Förderungsangebote für die Personenkreise, denen sich die Paulinenpflege aufgrund ihrer Geschichte verbunden weiß“, resümiert Weinmann.

Dies führte zu einer erheblichen Ausdifferenzierung der Angebote. Mehr Menschen erhielten die Chance, ein selbständiges Leben mit eigenem Broterwerb zu führen oder zumindest am gesellschaftlichen und am Arbeitsleben teilzuhaben. Ein Beispiel hierfür sind autistische Menschen, die noch bis zur Jahrtausendwende oft ohne die notwendige Förderung blieben. Heute kann die Paulinenpflege Schule und Ausbildung, Förderung und Therapie, Wohnen und Arbeit für sie anbieten.

Das besondere Augenmerk und der größte Anteil des nebenberuflichen und ehrenamtlichen Engagements von Dr. Weinmann galt dem Schulwesen nicht nur in der Paulinenpflege, sondern in ganz Baden-Württemberg. Er arbeitete in leitenden Funktionen in den Gremien des Evangelischen Schulwerks Württemberg und in der Arbeitsgemeinschaft freier Schulen mit. In der Paulinenpflege führte sein Engagement zum Aufbau eines beruflichen Schulwesens – der Schule beim Jakobsweg - im Profil Hören, Sprache und Kommunikation, das alle Schulabschlüsse von einer grundlegenden Berufsreife bis hin zum Abitur ermöglicht und das zudem inklusive Elemente enthält.

Sein Nachfolger Andreas Maurer kommt aus dem eigenen Haus. Der Pfarrer der württembergischen Landeskirche war zuvor Nahostreferent des Evangelischen Missionswerks in Südwestdeutschland und Geschäftsführer des Evangelischen Vereins für die Schneller-Schulen gewesen und kam 2011 als Vorstandsassistent in die Paulinenpflege. 2014 wurde er zum Geschäftsführer für Marketing, Kommunikation und Entwicklung gewählt. Seit 1. September ist Andreas Maurer der neue Vorstand und Hauptgeschäftsführer der Paulinenpflege, zweiter Vorstand bleibt unverändert der kaufmännische Geschäftsführer Carlo Noé. (mk)

Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth (rechts) überreichte Pfarrer Dr. Thomas Weinmann als Dank ein Weinpräsent.
Zum 31. August 2017 ist Dr. Thomas Weinmann (links) als Vorstand und Hauptgeschäftsführer der Paulinenpflege Winnenden in den Ruhestand getreten. Sein Nachfolger ab 1. September ist Andreas Maurer (rechts). Foto: Alle Fotos Paulinenpflege