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Werbeanlagenkonzeption für die Stadt Winnenden

Gemeinderat beschließt eine Werbeanlagenkonzeption auszuarbeiten zu lassen


Werbeanlagen an den Gebäuden sowie Werbetafeln und Kundenstopper in der unteren Marktstraße in Winnenden Werbeanlagen an den Gebäuden sowie Werbetafeln und Kundenstopper in der unteren Marktstraße in Winnenden.

Die Große Kreisstadt Winnenden möchte mit einer städtebaulich begründeten Gesamtkonzeption Werbeanlagen in der Innenstadt regeln, Sondernutzungen im öffentlichen Raum erlassen und Fremdwerbung im Stadtgebiet räumlich steuern. Um dieses Ziel zu erreichen sind drei unterschiedliche Untersuchungsbausteine vorgesehen.

Städtebauliche Gesamtkonzeption

Werbeanlagen haben einerseits die Aufgabe, auf ein Gewerbe, einen Beruf oder eine Leistung hinzuweisen und andererseits sollen sie aus Sicht der Gewerbetreibenden die größtmögliche Aufmerksamkeit erhalten. Daneben kommen Werbeanlagen aber auch die Aufgabe und die Verantwortung zu, eine Innenstadt und frequentierte Straßenräume als öffentlichen Raum nicht zu überfrachten und zu verunstalten. Der öffentliche Raum repräsentiert das Bild der Stadt und dessen positive Gestaltung ist ein gemeinsames Anliegen der Bürgerinnen und Bürger sowie der örtlichen Gewerbetreibenden. Ein unattraktives Stadtbild kann Ursache für den Beginn oder die Verschärfung von "Trading-Down-Effekten" und damit der Abwertung einer Einzelhandelslage oder Teile davon sein. Diese Effekte sind bereits in Teilräumen der Stadt zu beobachten. Weitere von Werbeanlagen ausgehende gestalterische Fehlentwicklungen müssen vermieden werden.

Werbeanlagensatzung für die Innenstadt

Der Einzelhandels- und Dienstleistungsbesatz erstreckt sich im Wesentlichen linear entlang der Marktstraße. Seitenstraßen und sonstige Nebenlagen weisen nur in Teilbereichen einen entsprechenden Besatz auf. Die Innenstadt ist in verschiedene Schutzzonen einzuteilen. Die engere Zone bildet die Marktstraße sowie Seitenstraßen und sonstige Nebenlagen. Durch die Satzung können verbindliche und einheitliche Aussagen zu den gestalterischen Anforderungen an Werbeanlagen getroffen werden, wie zum Beispiel zu deren Art, Größe, Farbe und Anbringungsort, sodass diese zukünftig stärker das Erscheinungsbild der Innenstadt berücksichtigen.

Leitfaden für Sondernutzungen im öffentlichen Raum

Werbeanlagen und sonstige Nutzungen, die auf städtischen Flächen aufgestellt sind, stellen eine Sondernutzung dar. Eine Sondernutzung ist nur nach vorheriger Erlaubnis durch das Amt für öffentliche Ordnung zulässig. Bei der Erteilung der Erlaubnis einer Sondernutzung soll der Leitfaden zukünftig Anwendung finden, wodurch auch gestalterische Gesichtspunkte berücksichtigt werden.

Räumliche Steuerung von Fremdwerbung im Stadtgebiet

Werbeanlagen zur Fremdwerbung sind im Bauplanungsrecht als sonstige nicht störende Gewerbeanlage eine eigenständige Hauptnutzung. Die Fremdwerbung soll im Stadtgebiet räumlich gesteuert werden. Städtebaulich sensible Stadteingänge, bedeutende innerörtliche Straßenzüge und Ortsdurchfahrten wie die Waiblinger Straße/Ringstraße sind für Fremdwerbung nicht geeignet. Es werden diejenigen Standorte definiert, an welchen Fremdwerbeanlagen hinsichtlich gestalterischen, nutzungs- und lagebezogenen Gesichtspunkten zugelassen werden können und an welchen nicht. Der Ausschluss von Werbeanlagen zur Fremdwerbung dient der Erhöhung der Standortqualität und schafft ein hochwertiges Stadtbild.

Beteiligung der örtlichen Gewerbetreibenden sowie der Bürgerinnen und Bürger

Im April 2018 veranstaltet das Stadtentwicklungsamt einen Workshop mit vorherigem Stadtspaziergang durch die Innenstadt. Anfang nächstes Jahr wird darüber im Blickpunkt und auf dieser Seite berichtet.

Ansprechpartner

Bei Fragen zur Werbeanlagenkonzeption wenden Sie sich bitte an Herrn Weiß,
E-Mail: sebastian.weiss@winnenden.de,
Telefon (07195) 13-179.