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Lärmaktionsplanung Stufe 2

Vorstellung des Entwurfs der Lärmaktionsplanung im Gemeinderat

Der Gemeinderat der Großen Kreisstadt Winnenden beschließt voraussichtlich in seiner nächsten öffentlichen Sitzung am 4. Juli 2017 den Entwurf der Lärmaktionsplanung Stufe 2 für die Stadt Winnenden. Laut einer repräsentativen Umfrage fühlt sich in Baden-Württemberg die Mehrheit der Bevölkerung durch Lärm gestört oder belästigt. Der Straßenverkehr wurde dabei als bedeutendste Schallquelle identifiziert. Dieser sogenannte Umgebungslärm bleibt auch mit dem Bau der B 14 Umgehungsstraße und dem Bau der Südumgehung eine allgegenwärtige Belastung für lärmbetroffene Bürgerinnen und Bürger.

Lärmaktionsplanung Stufe 1

Bei der Lärmaktionsplanung Stufe 1 wurden bereits die Hauptverkehrsstraßen mit einer Verkehrsmenge größer als 16.400 Kraftfahrzeuge pro Tag betrachtet. In den Rasterlärmkarten für die Stufe 1 aus dem Jahr 2007 wurde die Lärmbelastung durch Umgebungslärm entlang der Waiblinger Straße, Ringstraße, Backnanger Straße und Stuttgarter Straße, also entlang der alten B 14, die durch die Kernstadt und den Stadtteil Hertmannsweiler ging, dargestellt. Mit dem Bau der neuen B 14 Umgehungsstraße und der erfolgten Freigabe im Jahr 2009 wurde die beste aller möglichen Maßnahmen zur Lärmminderung in diesem Bereich umgesetzt.
 
Die Untersuchungskriterien für den Schienenverkehrslärm lagen bei der Lärmaktionsplanung Stufe 1 bei > 60.000 Zügen pro Jahr. Diese Anzahl von Zügen ist bei der Haupteisenbahnstrecke von Stuttgart nach Schwäbisch-Hall nicht erfüllt.

Lärmaktionsplanung Stufe 2

Bei der Lärmaktionsplanung Stufe 2 werden nun alle Straßen mit einer Verkehrsmenge größer als 8.200 Kraftfahrzeuge pro Tag betrachtet. In den aktuellen Rasterlärmkarten für die Stufe 2 wurde die Lärmbelastung durch Umgebungslärm entlang der B 14 Umgehungsstraße, der Südumgehung zwischen dem OBI-Kreisverkehrsplatz und der Stadtgrenze nach Berglen (L 1140), der Anschlussstelle Winnenden-Mitte / Leutenbach und Marbacher Straße (L 1127), der Max-Eyth-Straße, Brückenstraße, Schwaikheimer Straße, der Waiblinger Straße, Ringstraße, Backnanger Straße (B 14 alt), der Leutenbacher Straße, der Schorndorfer Straße bis zum Björn-Steiger-Kreisverkehrsplatz und der Stuttgarter Straße bis zur nördlichen Stadtteilgrenze von Hertmannsweiler (L 1120) dargestellt.
Ebenso ist die Betrachtung des Schienenverkehrs (bei der Lärmaktionsplanung Stufe 2 bei > 30.000 Zügen pro Jahr) in Winnenden relevant, wobei die Lärmkartierung und Betroffenheitsanalyse des Eisenbahn-Bundesamtes verwendet wurden.
 
Im Rahmen der Lärmaktionsplanung Stufe 2 ist eine umfassende Information und Beteiligung der Öffentlichkeit vorgesehen. Der Berichtsentwurf der Lärmaktionsplanung Stufe 2 für die Stadt Winnenden von der brenner BERNARD ingenieure GmbH aus Aalen wird am 4. Juli 2017 den Gemeinderäten und der Öffentlichkeit vorgestellt. Die vom Straßen- und Schienenverkehrslärm betroffenen Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen sich aus erster Hand zu informieren. In den kommenden Wochen besteht für die Behörden und die Öffentlichkeit die Möglichkeit eine Stellungnahme abzugeben.

Öffentliche Auslegung des Berichtsentwurfes

Der Berichtsentwurf vom 6. Juni 2017 liegt in der Zeit

vom 17. Juli 2017 bis einschließlich 31. August 2017​

beim Stadtentwicklungsamt der Stadt Winnenden, 71364 Winnenden, Rathaus, Torstraße 10, im Flur vor dem Zimmer 322 während den regelmäßigen Öffnungszeiten des Rathauses öffentlich aus und ist auf dieser Seite abrufbar.

Rasterlärmkarten, Betroffenheitsanalyse und Maßnahmenvorschläge

Als Eingangsdaten für die Rasterlärmkarten an den Straßen wurde die Lärmkartierung der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) aus dem Jahr 2012, die Ergebnisse des Verkehrsmonitorings aus den Jahren 2014 und 2015 vom Land Baden-Württemberg sowie die aktuellen Verkehrszahlen aus den eigenen Verkehrserhebungen vom Oktober 2016 und Februar 2017 verwendet. Die Anzahl der lärmbetroffenen Einwohner sowie die Anzahl der lärmbetroffenen Wohnungen und Schulen wurde ermittelt. Für die lärmbetroffenen Bereiche können aktive Schallschutzmaßnahmen an der Lärmquelle, passive Schallschutzmaßnahmen an Gebäuden sowie planerische und organisatorische Maßnahmen vorgesehen werden. Die Umgestaltung der Waiblinger Straße, Ringstraße (B 14 alt) kann in Kombination mit der Reduzierungen der zulässigen Höchstgeschwindigkeit eine geeignetes Maßnahmenpaket zur Lärmminderung sein. Der Technische Ausschuss hat bereits in öffentlicher Sitzung am 16. Mai 2017 die Objektplanung für die Umgestaltung der B 14 alt an die KARAJAN Ingenieure GmbH aus Stuttgart vergeben.
Bezüglich der Maßnahmen gegen den Schienenverkehrslärm wird auf das Lärmsanierungskonzept der Deutschen Bahn AG verwiesen.

Wichtiger Hinweis

Gewerbe- und Industrielärm werden über die anlagenbezogenen Regelungen des Bundesimmissionsschutzgesetzes (BImSchG) und der Technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm) behandelt. Die gesetzlichen Anforderungen an diese Anlagen sind in Genehmigungsverfahren fixiert und unterliegen der Überwachung durch die zuständigen Behörden. Vergleichbares gilt auch für weitere Lärmquellen, die nicht durch Straßen-, Schienen- oder Flugverkehr resultieren (z.B. Freizeitlärm, Baustellenlärm, Maschinen- und Gerätelärm wie z.B. durch regelmäßiges Rasenmähen oder Nachbarschaftslärm) und sind somit auch nicht Gegenstand der Betrachtung im Rahmen der Lärmaktionsplanung der Stufe 2.

Berichtsentwurf zum Download

Zuständiger Ansprechpartner

Bei Fragen zum Berichtsentwurf des Lärmaktionsplanes Stufe 2 wenden Sie sich bitte an Herrn Kromer,
E-Mail: juergen.kromer@winnenden.de,
Telefon (07195) 13-204.