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Bauen im Außenbereich

Formular für eine Anfrage "Geschirrhütte bis zu 20 m³ Rauminhalt im Außenbereich" (PDF) (625,5 KB)

Mustervorlage für Geschirrhütten (1,15 MB)

Flyer: Hütten im Außenbereich (PDF) (396,8 KB)

Errichtung einer Geschirrhütte im Außenbereich

Zum Schutz der Kulturlandschaft vor Zersiedelung und zur Erhaltung der Landschaft als Erholungsraum für die Allgemeinheit bestehen seit Jahrzehnten gesetzliche Regelungen, wonach bauliche Anlagen in der freien Landschaft, dem sogenannten Außenbereich, nur eingeschränkt errichtet werden dürfen.

Hier informieren wir Sie über die gesetzlichen Regelungen, die beim Bau einer Geschirrhütte im Außenbereich zu beachten sind.

Der sog. Außenbereich (§ 35 Baugesetzbuch) ist derjenige Bereich eines Gemeindegebietes, der – anders als Baugebiete – rechtlich nicht zur Bebauung bestimmt ist. Er beginnt unmittelbar im Anschluss an das letzte Haus eines jeden Ortsteils. Der Außenbereich soll aus Gründen der größtmöglichen Schonung und Erhaltung der freien Landschaft (naturgegebene Bodennutzung, Erholungsraum für die Allgemeinheit) im Grundsatz von Bebauung und Einfriedungen freigehalten werden.

Wie ist die Rechtslage im Außenbereich?

Geschirrhütten bis maximal 20 m³ Rauminhalt sind im Außenbereich genehmigungsfrei zulässig. Sie müssen jedoch den öffentlich-rechtlichen Vorschriften (Landesbauordnung) entsprechen.

Sofern Sie die Errichtung einer Gerätehütte im Außenbereich planen, reichen Sie bitte im Vorfeld das Anfrageformular mit den darin beschriebenen Unterlagen beim Gemeindeverwaltungsverband Winnenden (GVV) ein. Das Formular (Geschirrhütte – Anfrage zur Errichtung) steht Ihnen auf dieser Seite zum Herunterladen zur Verfügung. Der GVV überprüft, ob das Vorhaben im Einklang mit den rechtlichen Bestimmungen steht.

Wenn Sie ohne Rücksprache bauen, laufen Sie Gefahr, Ihre Hütte wieder abbauen und zusätzlich die damit verbundenen Kosten tragen zu müssen. Nutzen Sie deshalb das Angebot der Beratung.

Was sind Geschirrhütten?

Unter einer Geschirrhütte versteht man einen kleinen Bau einfachster Ausführung. Der umbaute Raum darf maximal 20 m³ betragen. Eine Geschirrhütte darf keinen Aufenthaltsraum enthalten, da sie lediglich der Unterbringung von Geräten dient, die zur Bewirtschaftung des Grundstücks erforderlich sind.

Eine Geschirrhütte hat keine Toilette, keine Feuerstätte, kein Vordach und keine überdachte Terrasse. Der umbaute Raum ist nach den Außenmaßen des Gebäudes zu ermitteln, wobei der Dachraum und der Gebäudesockel voll anzurechnen sind. Pro Grundstück darf nur eine Geschirrhütte errichtet werden.

Was ist zu beachten, wenn Sie eine Geschirrhütte im Außenbereich bauen wollen?

Das Grundstück, auf dem Sie die Geschirrhütte errichten wollen, darf nicht in einem Schutzgebiet (z.B. Naturschutzgebiet, Landschaftsschutzgebiet, Wasserschutzgebiet) liegen. Diese Gebiete sind besonders sensibel und vor Eingriffen zu schützen, die dem Schutzzweck zuwiderlaufen. Hier dürfen in der Regel keinerlei Bauten errichtet werden.

Weitere Informationen, wie z.B. das „Merkblatt Geschirrhütte“, erhalten Sie auf den Internetseiten des Landratsamts Rems-Murr-Kreis unter folgendem Link: www.rems-murr-kreis.de.
Direkt das Merkblatt finden Sie hier (PDF).

Gewässerrandstreifen sind ab der Böschungsoberkante bis zu einer Breite von zehn Metern von jeglicher Bebauung/Holzlagern etc. freizuhalten.

In Überschwemmungsgebieten muss über die Zulässigkeit einer Geschirrhütte in einem wasserrechtlichen Genehmigungsverfahren entschieden werden.

Weitere Bestimmungen

Wohnwagen/ Bauwagen

Das Abstellen von Wohnwagen, Campingwagen, Bauwagen, Anhängern u. ä. ist im Außenbereich nicht möglich.

Zäune (Einfriedungen)

Die Zulässigkeit einer Geschirrhütte im Außenbereich rechtfertigt nicht gleichzeitig die Errichtung einer Grundstückseinfriedung. Einfriedungen, darunter fallen insbesondere Zäune aller Art, Hecken, Mauern u. ä. sind im Außenbereich grundsätzlich unzulässig. Ausnahmen bestehen nur zugunsten landwirtschaftlicher Betriebe. Die hobbymäßige und/oder der Selbstversorgung dienende kleingärtnerische Nutzung eines Außenbereichsgrundstücks ist kein landwirtschaftlicher Betrieb im baurechtlichen Sinn.

Sonstige Anlagen

Befestigte Terrassen, gemauerte bzw. ortsfeste Grillstellen, Wassertanks, Gewächshäuser, Spielgeräte (z.B. Klettergerüste, Trampoline) und ähnliche Einrichtungen dürfen im Außenbereich nicht errichtet oder installiert werden. Die Befestigung einer Schaukel an einem Baum ist möglich.

Brennholzlagerung im Außenbereich

Die Lagerung von max. 45 m³ unbehandeltem Holz aus Forst- und Landschaftspflege für den Eigenbedarf in Form von geschichteten Stapeln ist möglich. Die maximale Höhe und Breite der Stapel darf zwei Meter, die maximale Länge zehn Meter nicht überschreiten.
Bau- und Abbruchholz, sowie Paletten etc. dürfen nicht gelagert werden.

Eine Abdeckung auf der Oberseite des Holzstapels ist mit Materialien in gedeckten Farben möglich.
Bitte beachten Sie, dass in Schutzgebieten (z.B. Natur- und Landschaftsschutzgebiete) die Holzlagerung in der Regel nicht zulässig ist. Ggf. ist ein formloser Antrag auf Erteilung einer Erlaubnis beim Geschäftsbereich Umweltschutz des Landratsamts Rems-Murr-Kreis einzureichen.

Für Fragen und Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!
Gemeindeverwaltungsverband Winnenden


Torstraße 10
71364 Winnenden
Tel.:        07195/ 13-275
Fax:        07195/ 13-395
E-Mail:    gvv@winnenden.de

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